Neue NPP-Studie 2019!

Seit vielen Jahren beschäftigt sich die finius GmbH mit den Herausforderungen des Neu-Produkt-Prozesses (NPP). Zusammen mit unseren vorherigen Studien verfügen wir über ein umfassendes Bild des NPP bei Universal-, Landes- und Förderbanken. In der neuen Studie wird dieser Prozess bei Förderbanken näher untersucht.

Alle sitzen im gleichen Boot

Bei allen befragten Institutionen besteht Konsens hinsichtlich der Hemmnisse, die während eines Neu-Produkt-Prozesses auftreten können. In besonderem Maße sind dies die Ressourcenknappheit der einzelnen Häuser sowie die notwendigen IT-Anpassungen. Die beschränkten Key-Ressourcen werden regelmäßig für andere wichtige Projekte und Themen benötigt. So steht die NPP-Koordination regelmäßig auch im internen Wettbewerb um die Projektpriorisierung und der damit einhergehenden Zuteilung der benötigten Mittel.

"Ressourcenknappheit und IT-Anpassungen sind Herausforderungen für alle."

Unsere Erfahrungen zeigen beispielsweise, dass sich schnell Verzögerungen in der Freigabe von Produkten bei IT-Anpassungen ergeben. Dies ist u.a. bedingt durch die Verfügbarkeit von Programmierern und den vorgegebenen Release-Terminen.

Die befragten Förderbanken geben an, dass sie die System- und Produktkomplexität als die größten Aufwandtreiber sehen. Da Plain Vanilla Produkte meist schon eingeführt sind, werden mehr und mehr strukturierte Produkte bzw. komplexe Produkte beantragt. Die zum Teil inhomogene Systemlandschaft erschwert die Umsetzung zusätzlich.

"Zunahme der Produktanträge um 30% im Vergleich zum Vorjahr erwartet."

Schon bei unseren ersten Studien kristallisierten sich die beiden obigen Punkte als wesentliche Hindernisse heraus. Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht. Daher gilt es, die Hemmnisse und Aufwandtreiber frühzeitig als zusätzliche Herausforderung zu thematisieren und zu adressieren.

„Never change a winning team“

Zentrale Ansprechpartner haben sich insgesamt als vorteilhaft für diesen Prozess erwiesen. Vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem bekannten Team erleichtert die Steuerung des Prozesses.

Der NPP ist sicherlich jener Prozess innerhalb einer Bank mit der größten Querschnittsfunktion; somit sind die involvierten Abteilungen und Ressourcen mit ihrem Expertenwissen auch in anderen Themenfelder beschäftigt. Externe Beratung und Einbindung von externen Ressourcen helfen, Engpässe schnell zu überwinden und Fachwissen zielgerichtet einzubinden.

Drei Jahre sind das Maß der Dinge

Bei dem in der MaRisk AT 8 TZ 2 geforderten Prüfzeitraum manifestiert sich ein dreijähriger Zyklus. Einige Unternehmen planen aktuell mit kürzeren Zeiträumen. Hier bleibt es spannend, ob der zusätzliche Arbeitsaufwand zu einer Anpassung führen wird.

Sie möchten einen weiteren/tieferen Einblick in die Studie erhalten oder haben Fragen? Kontaktieren Sie uns! Gerne senden wir Ihnen die Studie zu.

 


 

Die Autoren

Anneke Leichsenring
  Anneke Leichsenring   Michael Kaiser